Zum Gedenken an Heiner Janik - unseren Altlandrat

Mit Bestürzung erreichte uns die Nachricht, dass unser ehemaliger Landrat, Herr Heiner Janik, am 22. Juli 2015, nach langer schwerer Krankheit verstorben ist.

http://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk-nord/landkreis/altlandrat-heiner-janik-5279891.html

 

 

Nachruf für Heiner Janik 

 

Nach schwerer Krankheit ist der ehemalige Landrat des Landkreises Dresden, Heiner Janik,  am 22. Juli 2015 kurz nach seinem 69. Geburtstag im Klinikum Großhadern verstorben.

Heiner Janik war von 1991 bis 1995 Landrat des ehemaligen Landkreises Dresden.

Mit seiner Familie trauern Freunde, Bekannte, ehemalige Kreistagsabgeordnete, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Wegbegleiter im Dresdner Umland um eine hochgeschätzte Persönlichkeit.

Für Heiner Janik, der nach seiner  Dresdner Landratstätigkeit  12 Jahre erfolgreich den Landkreis München führte, war die Zeit im Landkreis Dresden, wie er bis zuletzt immer wieder betonte, der “absolute Höhepunkt” seines beruflichen Wirkens.

Heiner Janik folgte 1991 dem Ruf des Landkreises und kam aus Überzeugung aus dem Landkreis München, um seine Erfahrungen aus einer geordneten  Kreisverwaltung einzubringen. Er stellte sich der Herausforderung, ein Stück Wiedervereinigung aktiv mitzugestalten.  Heiner Janik ging diesen Schritt mit der Unterstützung seiner Familie, die bereit war im Dienst für den Anderen auf einiges zu verzichten.

Mit Respekt und Hochachtung erinnern wir uns an die Amtszeit von Heiner Janik im ehemaligen Landkreis Dresden, denn er hat sich große Verdienste um den Aufbau und die Entwicklung unseres ehemaligen Landkreises erworben! Er hat einen großen Anteil an der positiven Außenwahrnehmung des Landkreises Dresden, der zum 01.01.1996 durch eine Landkreisreform aufgelöst worden ist.  Heiner Janik führte den Landkreis mit großer Leidenschaft, zielstrebig und konsequent.  Seine hohe Fachkompetenz, sein Gespür für das politisch Machbare, die Fähigkeit unterschiedliche Meinungen zusammen zu führen und das Einfühlungsvermögen in die Sorgen und Nöte der Menschen kurz nach der Wiedervereinigung, haben zu einem hohen Maß an Anerkennung und Achtung geführt. Diese Wertschätzung ist bis heute ungebrochen! Die Menschen vertrauten Landrat Heiner Janik, denn sie wussten, dass ihre Anliegen bei ihm in guten Händen waren. Er war der Maßstab einer modernen, bürgernahen Verwaltung. Eines seiner Prinzipien war: “Wir sind eine Ermöglichungs- und keine Verhinderungsbehörde!”

Neben den herausragenden Fähigkeiten als Verwaltungschef schätzten seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seinen Humor und seine Motivationskraft,  die immer wieder  Ansporn war, am erfolgreichen Aufbau des Landkreises Dresden mitzuwirken.

Aufgrund seiner tiefen Verbundenheit mit den Menschen und der Region Dresdner Land, deren Zukunft ihm eine Herzensangelegenheit war, schmerzte ihn die beabsichtigte Auflösung des Landkreises Dresden im Rahmen der Landkreisreform des Freistaates Sachsen sehr. Bis zum Ende seiner Amtszeit als Landrat des Landkreises Dresden kämpfte Heiner Janik für den Erhalt “seines” Landkreises Dresden. Nach Auflösung des Landkreises Dresden setzte er sich engagiert für die Gründung des “Freundeskreis Dresdner Land e.V.” ein, der bis heute das Bindeglied der Partnerschaft des ehemaligen Landkreises Dresden und des Landkreises München ist.

Wir denken mit Dankbarkeit an das Wirken von Heiner Janik im ehemaligen Landkreis Dresden zurück!

 

Dr. Thomas  Pfeiffer                                            Wolfgang Bräunig                    

Vorsitzender                                                           Ehemaliger Kreistagspräsident    

Freundeskreis Dresdner Land e.V.                           des Landkreises Dresden             

 

                                                Michael Koch

                                                Letzter Landrat

                                          des Landkreises Dresden                                                                 

 

 

Abschied von Ex-Landrat Heiner Janik

 

Würmtal - Nahezu 400 Weggefährten aus der Politik und Verwaltung, Freunde und Verwandte haben bei einem Trauergottesdienst Abschied von Münchens Ex-Landrat Heiner Janik genommen.

Die evangelische Friedenskirche in Starnberg fasste den großen Andrang nicht, weshalb auch davor und im Hof des Gemeindehauses Bänke aufgestellt worden waren. Als Letzte zogen elf Fahnenabordnungen in die Kirche ein, überwiegend Freiwillige Feuerwehren aus dem Landkreis München, aber auch die Feuerwehr und der TSV aus Starnberg. Sie stellten sich rund um den mit bunten Sommerblumen geschmückten Sarg auf. Sogar aus Polen waren Trauergäste angereist - die Landräte der Partnerlandkreise des Landkreises München: Krakau und Wieliczka.

Seit letztem Mittwoch, dem Sterbetag, brennt eine Kerze, um an Heiner Janik zu erinnern“, sagte Pfarrer Hans Martin Schroeder, dem die Nachbarn geklagt hatten, dass sie bereits das „schallende Lachen“ aus dem Nebenhaus vermissen.

Prof. Otto Gaßner, bester Freund des Verstorbenen, hob dessen Freude am Gestalten hervor, aber auch Janiks Lust am pointierten Formulieren. Thomas Goppel (MdL) habe Janik in seinem Kondolenzschreiben einen „Maßstabsetzer“ genannt. „Heiner war kein Technokrat. Die Würde und Freiheit des Einzelnen waren ihm ganz wichtig. Er hat stets das Verhältnismäßigkeitsprinzip gepredigt“, so Gaßner. Die kommunale Selbstverwaltung habe er auf allen Ebenen der Gerichtsbarkeit verteidigt. Starnberg verdanke Janik ganz besonders den Bau der Brunnangerhalle. Gaßners Fazit: „Du hast ein gelungenes Leben geführt.“

Christoph Göbel, Janiks Amtsnachfolger als Landrat von München, erinnerte an den großen Lebenstraum seines Amtsvorgängers, ein großer Dirigent zu sein. Wer genau hinsehe könne erkennen, dass Janik das für das politische Orchester im Kreistag, in der Verwaltung und auf allen Ebenen des föderalen Staats gelungen sei - „ein Dirigent - Meister seines Fachs“. Göbel erinnerte sich an seine eigene Zeit als junger Jurastudent. Da habe er mit der These seines politischen Ziehvaters Janik, man brauche in der modernen Verwaltung Ermöglichungs-, keine Verhinderungsbeamten, seine Professoren sehr erstaunt. Christoph Göbel: „Heiner war ein sehr sensibler Mensch, ein ungemein großzügiger Charakter, blitzgescheit und humorvoll - eine einzigartige Persönlichkeit.“ Am Ende des Gottesdienstes sang die Trauergemeinde die Bayernhymne, die Vereinsabordnungen senkten ihre Fahnen vor dem Sarg.

Im Kontaktbereich haben wir ein Kondolenzbuch eingerichtet, in dem sich jeder eintragen kann:

Kondolenzbuch für Heiner Janik