Eine Reise entlang der Silberstraße ins weihnachtliche Erzgebirge

Adventsfahrt am 8. Dezember 2012

Am 8. Dezember 2012 fand die diesjährige Vereinsfahrt ins Erzgebirge statt. Da dieses Jahr aus München sehr viele Vereinsfreunde teilnahmen, mußte für die Dresdner ein separater Bus eingesetzt werden. Nach einem anfänglichen "Rendezvous-Problem" starteten wir dann gegen 09:45 Uhr am Kim-Hotel auf der Gompitzer Höhe und fuhren entlang der Silberstraße bis nach Pockau, OT Forchheim. Bei herrlchen sonnigem Winterwetter mit frischem Pulverschnee besichtigten wir dort die bekannte Dorfkirsche.

Die Barockkirche ist eine in zweifacher Hinsicht sächsische Spitzenleistung aus der Zeit ihrer Entstehung (1719 -1726). Geschaffen von George Bähr, dem Baumeister der Dresdner Frauenkirche, besitzt sie mit einer Orgel des sächsischen Orgelbaumeisters Gottfried Silbermann einen Klangkörper, dessen Töne in unveränderter Schönheit zu genießen sind. 

Barockkirche in Forchheim Barockkirche in Forchheim

Weithin sichtbarer Zentralbau westlich des Dorfes, 1719-26 von George Bähr und Johann Gottfried Fehre errichtet, die Ausmalung von Johann Christian Buceaeus. Die 1887 erfolgte Umgestaltung des Innern bei der Restaurierung 1964-68 wieder beseitigt. Der Grundriß in Form eines griechischen Kreuzes mit kurzen Armen an der Ostseite segmentbogenförmig erweitert, um den erforderlichen Raum für die Orgel zu gewinnen.

Der in seinem Äußeren zurückhaltetnd gestaltete Putzbau mit hohen segmentbogenfenstern und charakteristischem Kreuzdach, darauf turmartiger Dachreiter mit geschweifter Haube. Der helle Innenraum ist flachgedeckt, die qualitätvolle farbige Bemalung der Brüstungen und des Kastengestühls sowie die leicht rote und gelbe Färbung des Fensterglases geben dem Raum einen warmen Grundton. Die zweigeschossigen, nahezu umlaufenden Emporen scheiden einen, zum Altarbereich hin erweiterten , oktogonalen Binnenraum aus. Im Westen verglaste Patronatsloge mit Dreiecksgiebel.

Die Ausstattung einheitlich aus der Erbauungszeit, entsprechend den protetstantischen Anforderungen an einen Kirchenraum an einen zentralen Kirchenraum mit zentralem Kanzelaltar, darüber die Orgel, davor der Taufstein.

Barocker Kanzelaltarmit schlichter Pilastergliederung und gesprengtem Segmentbogengiebel (die Gloriole heute an der Decke befestigt). Die breite Nische hinter der Holzwand ehemals von einem Ostfenster erhellt, seitlich des Altars 2 Türen.

Gestalterisch wesentlich aufwendiger die auf der dahinter befindlichen Empore reich mit Akanthuswerk verzierte und von gemalter Draperie umgebenden Orgel von Gottfried Silbermann 1724.

Gefasste Sandstein-Taufe, an der Kuppa Engelsköpfe, der Fuß mit Akanthusranken, 1725.

Das Zinnbecken von 1741.

Großer Kruzifix von ansprechender Qualität, 17. Jh. - Bornkinnl, 18 Jh. - wohl aus der alten Kirche ein qualitätvoller Schnitzaltar aus der Freiberger Schule erhalten.

Im Mittelschrein Maria zwischen dem hl. Laurentius (das Schwert ist nichtoriginal) und Nikolaus.

In den Flügeln die Darstellung der hl. Helena, Barbara, Petrus und Jakobus d. Ä. sowie M;atthäus, Urban, Wolfgang  und eines Papstes.

Auf dem Friedhof beachtenswertes neugitisches gußeisernes Grabdnkmal des Pfarrers Eisenstuck, 1832.

 

Dannach ging es weiter in Richtung Annaberg. Dort hatten wir Freizeit zur Besichtigung der Kirche St. Annen, des Weihnachtsmarktes und zum Mittagessen in der Gaststätte "Zum Neinerla", dem Ratskeller am Markt. Danach war eine Führung mit zwei Gruppen durch die bemerkenswerte Ausstellung "Manufaktur der Träume" vorbereitet.Diese Ausstellung wurde von der gleichen Sponsorin, wie die weltbekannte Mineralienausstellung in Freiberg, als Dauerleihgabe an die Stadt Annaberg übergeben.

Aus rechtlichen Gründen können keine Bilder von dieser Ausstellung eingestellt werden.

Nach dem Ausstellungsbesuch ging es dann mit den Bussen weiter über Mauersberg im "Lichterglanz der Adventszeit" zum Berghotel "Drei Brüder Höhe".

Dort gab es nach dem gewohnt guten Abendbrot noch ein Weihnachtsprogramm mit vier Damen einer erzgebirgischen Gesangsgruppe, begleitet von unserem Schatzmeister Herrn Bräunig.

Herr Bräunig zeigte dort nach dem kleinen Orgelkonzert in Forchheim eine weitere Probe seiner musikalischen Vielseitigkeit.

Leider gab es dann für die Dresdner Vereinsfreunde ein ziemlich abruptes Ende des Abends, da der Busfahrer Anspruch auf seine Ruhezeit vor seinem nächsten Einsatz am Sonntag vormittag hatte.

Texte:     LH

Fotos:    LH   (soweit nicht anders gekennzeichnet)