Kunst und Kultur im Tal der Röder

 

Der Vereinstag 2012 im Tal der Röder begann in Medingen in der Kunstausstellung „Landschaften“ in der Kunstgalerie Refugium Medingen. Dort wurden wir durch die Galeristin Frau Aurich-Rogge begrüßt, erfuhren einiges zur Geschichte des historischen, herrschaftlichen Fachwerkhauses und konnten uns dann zwanglos in Hof, Garten und Haus bewegen. Dabei wurden dann angeregte Gespräche zur Kunst, zu Gegensätzen und Zusammenspiel von Moderne und Klassik geführt.

Dann ging es über die Strasse in die Dorfkirche von Medingen, deren Historie irgendwo in der Dunkelheit der Romanik liegt. Herr Schütze, der sich um die Erhaltung und die erneute Nutzung dieser Kirche verdient gemacht hat, zeigte auch frei gelegte ursprüngliche Bemalungen des Innenraumes und im Außenbereich die Grabstätte der Familie Zürner. Vorgestellt wurde uns durch Herrn Bräunig die eingebaute und funktionsfähig restaurierte wertvolle Kohl-Orgel, ein kleines, aber erstaunlich klanggewaltiges Instrument.

Danach wanderten wir durch das Rödertal nach Großdittmannsdorf, wo wir vom Vorsitzenden des Fördervereins erwartet wurden. Er zeigte uns die dortige Dorfkirche förmlich vom Kirchenraum bis zur Dachspitze. Beeindruckt waren wir von dem Ergebnis, der 2002 durchgeführten Restaurierung und Instandsetzung des Kirchengebäudes. Hier zeigte uns Herr Bräunig zuerst an Zeichnungen, wie eine Orgel prinzipiell funktioniert. Anschließend wurden wir mit dem Instrument selbst vertraut gemacht, vom Blasebalg über das Pedal- und Manual-Werk bis zu den unterschiedlichen Pfeifen. Die Vereinsmitglieder waren begeistert über das intellektuell/artistische Können eines profilierten Orgelvirtuosen wie Herr Bräunig, der quasi unter Einsatz aller Hände und Füße spielte, um die erstaunliche Klangfülle dieses Instruments zu präsentieren.

Texte:     LH

Fotos:    LH   (soweit nicht anders gekennzeichnet)