Fahrt nach Breslau und Umgebung

1. Tag Mittwoch, 01. Oktober 2014

Die Fahrt begann für die Münchner Reiseteilnehmer am Landratsamt München mit der Fahrt nach Dresden zum KIM-Hotel Dresden, Gompitzerr Höhe 2. Nach dem Abendessen im Hotel-Restaurant "Kitzo Alpenstüberl" erfolgte hier die erste Übernachtung.in bewährter Weise.

 

2. Tag Donnerstag, 02.Oktober 2014

Nach dem Frühstück erfolgte die Verladung der Koffer und ein Teil der Dresdner Reiseteilnehmer stieg zu. Nach einer kurzen Fahrt zum  Hotel "Bergwirtschaft" am Wilden Mann in Dresden stiegen die Familie  Janik und weitere Dresdner Reiseteilnehmer zu und die Fahrt gen Polen begann. In Görlitz (Zgorzelec) stieg dann der polnische Reiseleiter zu, der uns bis Sonntag den 05. Oktober 2014 begleitete und uns die einzelnen Stationen zeigte, aber auch während der Fahrt viel über die polnische Geschichte und das Leben in Polen erzählte, so dass es eigentlich nie langweilig wurde. Unterwegs wurden wir auch vom Vereinsmitglied Werner Nöbel mit den Sagen der Oberlausitz unterhalten.

Die erste Staion war die Besichtigung der ehemaligen Klosterkirche Wahlstadt (Legnickie Pole).

 

Dann ging es weiter zur Friedenskirche in Jauer (Jawor), die in den Jahren 1654/55 gebaut wurde.

Die evangelische  Friedenskirche „Zum Heiligen Geist“ gehört zu den bedeutendsten Kirchenbauten in Schlesien. Sie befindet sich gemeinsam mit der Friedenskirche in Schweidnitz seit dem Jahr 2001 auf der Welterbe-Liste der UNESCO. Alle waren beeindruckt von der Größe der Kirche.

Dann führte uns die Fahrt nach Breslau, wo wir unsere Zimmer im Hotel Sofitel Wroclaw bezogen. Danach trafen wir uns noch in der Halle, um einen Stadtrundgang rund um den Ring (Marktplatz) durch die Altstadt zu machen.

3. Tag Freitag, 03. Oktober 2014

Am dritten Tag fuhren wir zuerst nach Schweidnitz (Swidnica) um dort die Friedenskirche "Zur heiligen Dreifaltigkeit" zu besichtigen. Auch diese Kirche war, wie die Friedenskirche von Jauer, beeindruckend.

Dann führte uns die Fahrt weiter nach Kreisau. Dort, im ehemaligen Rittergut der Familie Moltke, besuchten wir die Europäische Begegnungsstätte, die im Jahre 1989, also 25 Jahre eher, unter Anwesenheit des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl, eröffnet wurde. Dieser Ort war in der Zeit des Dritten Reiches der Treffpunkt des "Kreisauer Kreises".

Der Kreis, dessen Führungspersönlichkeiten Helmuth James Graf von Moltke und Peter Graf Yorck von Wartenburg waren, bildete sich im Jahr 1940. Freya von Moltke organisierte mit Gleichgesinnten drei Zusammenkünfte im Mai 1942, Oktober 1942 und Juni 1943 mit dem Ziel, Gesellschaftsentwürfe für eine Nachkriegszeit zu erstellen. Nach der Verhaftung Moltkes Anfang 1944 löste sich der Kreisauer Kreis de facto auf, einige Kreisauer schlossen sich der Gruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg an. Nach dessen Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 gelang es der Gestapo, die Arbeit des Kreises aufzudecken. Sie nannte die Widerstandsgruppe nach Moltkes Gut Kreisau in Schlesien „Kreisauer Kreis“ – vermutlich wurde der Begriff von Theodor Haubach während seiner Vernehmungen benutzt – und prägte damit den Namen, der später Eingang in die Geschichtsschreibung fand.

Nach dem Mittagessen im Restaurant der Begegnungsstätte fuhren wir weiter zur Klosterkirche  Grüssau (Krzeszów), die wir besichtigten

Danach ging es in den "Miniaturenparks der niederschlesischen Baudenkmäler" in Schmideberg. Hier werden die mit viel Liebe gestalteten detailreichen Modelle der niederschlesischen Landschaft ausgestellt.

Dann fuhren wir noch zur norwegischen Stabkirche Wang in Brückenberg (Karpacz Gòrny). Es war schon dunkel, als wir diese Krche besichtigten.

Das Abendessen war im Restarant "Zum Rübezahl" als Buffet vorbereitet. Es gab hier noch einmal die Möglichkeit der Gespräche zwischen den Münchner und den Dresdner Vereinsfreunden bei einem Glas Bier und einem guten Essen.

4. Tag Samstag, 04. Oktober 2014

Nach dem Frühstück stand die Besichtigung der Stadt Breslau auf dem Programm. Diese wurde überwiegend zu Fuß durchgeführt. Dabei wurden u.a. die Markthalle als Vorläufer und "Testbau" für die Jahrhunderthalle, die Dominsel mit dem Dom und die Sandinsel auf dem Programm. Wir besuchten das Museum, das Edith Stein gewidmet war. Dort höhrten wir in einem interessanten Vortrag viel Interessantes aus dem Leben und wirken dieser Persönlichkeit. Der Landkreis München hatte den Aufbau dieses Museums sehr tatkräftig, auch finanziell, unterstützt.

Edith Stein, Ordensname Teresia Benedicta a Cruce OCD, oder Teresia Benedicta vom Kreuz (* 12. Oktober 1891 in Breslau; † 9. August 1942 im KZ Auschwitz-Birkenau), war eine deutsche Philosophin und Frauenrechtlerin jüdischer Herkunft, die 1922 zur katholischen Kirche konvertierte und 1933 Unbeschuhte Karmelitin wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie „als Jüdin und Christin“ zum Opfer des Holocaust. Sie wird in der katholischen Kirche als Heilige und Märtyrin der Kirche verehrt. Teilen der evangelischen Kirche gilt sie als Glaubenszeugin. Papst Johannes Paul II. sprach Teresia Benedicta vom Kreuz am 1. Mai 1987 selig und am 11. Oktober 1998 heilig. Ihr römisch-katholischer und evangelischer Gedenktag ist der 9. August. Sie gilt als Brückenbauerin zwischen Christen und Juden.

5. Tag 05.10.2014 Hirschberg (Jelenia Gora) und Heimfahrt

Amletzten Tag stand noch ein Besuch der Stadt Hirschberg auf dem Programm. Zuerst wurde die Gandenkirch in Hirschberg besichtigt. Diese wurde 1709-1718 nach dem Vorbild der Stockholmer Gnadenkirche als evangelische Kirche gebaut.

Am 25.10.1957 wurde sie zur römisch-kathoischen Kreuzerhöhungskirche umgewidmet.

Seit dem Jahr 2006ist sie durch die Überführung von Reliquien des Hl. Kreuzes eine Wallfahrtskirch des Bistums Liegnitz.

Nach der Besichtigung der beindruckenden Gnadenkirch wurde noch ein Spaziergang durch die Fußgängerzone mit zahlreichen historischen Bauten gemacht, bevor es zum Mittagessen in das Hotel "Krysztal" in Schreiberhau (Szklarska Poreba) ging.

Danach ging es auf unterschiedlichen Wegen zurück nach Hause. Während die Münchner Vereinsfreunde über Pilsen nach Hause fuhren, wurden die anderen mit einem Kleinbus nach Dresden fuhren.

Damit ging eine äußerst interessante und für alle wunderbare Fahrt zu Ende, die in gewohnt attraktiver Weise durch den Vereinsfreund Herrn Blum organisiert und durchgeführt wurde, dem an dieser Stelle noch einmal von allen gedankt sei.

Texte:     LH

Fotos:    LH