Wander- und Bierfreunde im Meißner Land - Mittwoch, den 30. September 2015

Teil 1: Burgführung Albrechtsburg Meißen

Im ersten Teil der Veranstaltung war eine Führung unter Leitung von Dr. Kraus durch Burg und Altstadt von Meißen geplant. Da Dr. Kraus wegen Krankheit ausgefallen war, übernahm kurzfristig der Vereinsfreund Bieganski dessen Rolle. In kurzweiliger historisch fundierter Weise führte er uns zuerst über den Burgberg, erklärte uns, wann welche Gebäude errichtet wurden und durch wen sie wann genutzt wurden und werden.

Wer wußte denn, daß die Burg Meißen bereits im Winter 928 / 929 gegründet wurde und das Bistum Meißen 968 auf dem Meißner Burgberg seinen Sitz fand.

Bereits 1250 begann der Bau des jetzigen gotischen Turmes unter Bischof Konrad. Bereits 1294 wurden das erste mal die Bischofs- und Domherrenhäuser erwähnt.

Nachdem Johann Friedrich Böttger von Preußen nach Sachsen geflohen war, wurde er im Februar 1702  auf der Festung Königstein untergebracht. Sein Auftrag war, für den Hof August dem Starken Gold zu machen.

1705 befiehlt dann August der Starke die Verbringung Böttgers auf die Albrechtsburg in Meißen, wo er gemeinsam mit Tschirnhaus im Mai 1706 das erste Mal das rote Porzellan herstellte. Dieses Datum wird gemeinhin als die Geburtsstunde des europäischen Porzellans bezeichnet.

Dann ging es weiter über historische Gassen hinab in die Altstadt und die Führung endete am Marktplatz vor dem historischen Rathaus.

2. Teil: Brauereiführung Privatbrauerei "Schwerter Meißen GmbH"

Nach der Burg- und Altstadtführung fuhren wir individuell durch den Berufsverkehr in Richtung Meißen, OT Zaschendorf das in Industriegebiet zum Brauereiausschank der Privatbrauerei "Schwerter Meißen GmbH".

Ein ehemaliger Braumeister  erklärte uns die Geschichte der Brauerei von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wir erfuhren, welche Biersorten z.Z. in Meißen gebraut werden. Auf dem Rundgang durch die Brauerei wurden uns in einem Seminarraum die verschiedenen Gerstensorten vorgestellt, von denen wir auch einige Kostproben nehmen konnten. In den Produktionsräumen lernten wir die modernen und beindckenden Anlagen kennen.

Natürlich konnten wir auch die verschiedenen Biersorten verkosten und uns von deren Qualität und unterschiedlichen Geschmackrichtungen überzeugen.

Somit konnten wir wieder ein Stück Industriegeschichet und -Gegenwart Sachsens kennenlernen.

Texte:     LH

Fotos:    LH