Exkursion des Vereins Freundeskreis Dresdner Land e.V. zum Schloss Hirschstein

Am 15.September 2018 führte unser Verein eine Wanderung zum Schloss Hirschstein an der Elbe zwischen Meißen und Riesa durch. 15 Vereinsfreunde und Gäste nahmen daran teil.

Aufgrund des niedrigen Wasserstandes der Elbe und des damit verbundenen Ausfalls der Elbfähre zwischen der Orten Diesbar- Seußlitz und Niederlommatzsch begann die Tour nicht wie geplant am Parkplatz in Diesbar sondern am sog. „Panoramaparkplatz“ in Niederlommatzsch. Hier bestand die erste Gelegenheit, die herrliche Elblandschaft in Augenschein zu nehmen und danach in bester Stimmung und ebensolchem Wetter die ca. 2 km lange Wegstreck entlang der Elbe in Angriff zu nehmen.                                                 

Die Strecke war schnell bewältigt und nach einem kurzen Ortsrundgang in Hirschstein, der einen ersten Eindruck von der herrschaftlichen Anlage des Schlossbezirks vermittelte, ging es zum Schloss. Auf einer Aussichtsterrasse mit grandiosem Ausblick auf die Elbe und den Terrassengarten wurde die Zeit bis zum Beginn der Schlossführung abgewartet.

Herr Winkler vom Schlossverein holte uns an dieser Stelle ab, und die Führung konnte beginnen. Wir waren an diesem Tag die einzigen Gäste, denn Schlossführungen finden nur zu bestimmten Anlässen oder nach Voranmeldung statt. Die interessanten Ausführungen von Herrn Winkler führten uns durch die wechselvolle Geschichte des Anwesens, die im 10. Jahrhundert mit der Errichtung eines Burgwarts zum Schutz des nahegelegen Elbübergangs begann, später als Jagt- und Wohnschloss verschiedenen Besitzern diente und als Internierungsort des Belgischen Königs Leopold mit Familie im II. Weltkrieg bekannt wurde. Danach diente das Schloss als Sanatorium für enuretische Kinder (im Volksmund „Pullerburg“), welches nach 1990 geschlossen wurde. Nach verschiedenen staatlichen Eigentümern und Trägern ging das Schloss 2013 in den Besitz der Gemeinde Hirschstein über und wird nun von einem Verein bewirtschaftet. Während der Führung konnten ein Eindruck von der früheren prachtvollen Ausstattung des Schlosses gewonnen und die Erfolge des Vereins zur bauliche und Erhaltung und Weiterentwicklung des Schlosses besichtigt werden.         

Anschließend war noch etwas Zeit bis zum vereinbarten Mittagessen, und so schloss sich an die Besichtigung noch ein kleiner Spaziergang in dem angrenzenden Schlosspark mit Begräbnisstätte der ehem. Schlossbesitzerfamilie Crusius an.

Mit gutem Appetit und Vorfreude auf das Mittagessen ging es dann zur Gaststätte „Zum alten Brauhaus“. Frisch gestärkt und mit einheimischen Getränken bestens versorgt wurde der Rückweg zum Ausgangspunkt der Wanderung angetreten.

Das abschließende gemütliche Kaffeetrinken im Garten der Gaststätte „Elbklause“ war willkommene Gelegenheit zum Austausch gewonnener Eindrücke und entspanntem Genießen des Spätsommertages an der Elbe.

Gez. W. Schütze

 

 

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Texte: WS

Bilder: WS